Der „Eisenacher Bund“ versuchte vor dem 1. Weltkrieg das Erneuerungspotenzial der pietistischen Gnadauer Gemeinschaftsbewegung für die Evangelische Kirche fruchtbar zu machen. Dazu wurden von Samuel Keller (1856-1924) und Johannes Lepsius (1858-1926) ab 1902 Konferenzen in Eisenach organisiert, um theologisch interessierte Gemeinschaftsvertreter eine engere Verbindung mit der „positiven“ Universitätstheologie zu bringen. Gleichzeitig wurde eine stärkere Abgrenzung von der angloamerikanisch geprägten Blankenburger Allianz angestrebt. Auf den ersten Blick scheint diese Initiative damals gescheitert zu sein, da der Bund nicht über den 1. Weltkrieg hinaus Bestand hatte. Diese erstmalige Untersuchung zeigt jetzt aber, dass dabei mehr bewirkt wurde als bisher angenommen, da die Abgrenzung von der Pfingstbewegung 1909 maßgeblich davon beeinflusst wurde und die Pfarrergebetsbruderschaft (PGB) das damalige „Bedürfnis nach Verständigung“ zwischen Kirche und Erneuerungsbewegung bis heute weitergetragen hat.

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